SONNENDECK.FM ILLUSTRATION MOTION DESIGN

SEI FREI: SONNENDECK IM RAMP

Das Auto.Kultur.Magazin “Ramp”, Design-Meilenstein und frisch gekürt zu Deutschlands bestem Automagazin widmet sich in seiner 17ten Ausgabe neben der Magie der 24 der ganz großen Freiheit. Und da hat Christoph Göpner von seinem Sonnendeck aus ein gehöriges Wörtchen mitzureden >>

Sei frei.

Der Himmel, dramatisch bewegt.
Räume, weit und offen.
Was fehlt da noch?
Das: ein echter Bulli.

GTI-Fahrer loggen sich in der Community ein und diskutieren über Nockenwellenspezifikationen. Porsche-Liebhaber stellen sich – sofern es die Garagengröße zulässt – alles mit Liebhaberstücken voll. Bulli-Fans interessiert dergleichen nicht; sie träumen von der ganz großen Freiheit. Und erschaffen Grafiken, denen Freiheit entströmt. Vielleicht nicht alle Bulli-Fans, aber Christoph Göpner, freier Art-Director aus München, 43 Jahre alt, sitzt in seinem Atelier Sonnendeck.fm und macht es so.

Mit zwanzig hatte er den ersten Bulli, einen T2. Inzwischen hat er den fünften. Einen Haufen andere Autos hatte er zwischendurch auch, aber der T2 ist immer seine Leidenschaft geblieben, weil der T2 ein Haus ist, das man überall mit hinnehmen kann, aber nicht so ein Haus, wie es ein Caravan oder ein Wohnmobil wäre, sondern ein ziemlich unauffälliges Haus, das immer dort hinzugehören scheint, wo es gerade steht. Am Nordkap war er mit dem T2, auf Naxos und überall zwischendrin auch. Nur in Sibirien war er noch nicht. Vielleicht ergibt es sich ja mal, eines Tages.

Mit seiner Frau Nina besucht Göpner manchmal einen seiner ehemaligen Bullis. Sie fahren an ihm vorbei, wenn sie in München unterwegs sind. Ein Steinmetz hat den Bulli gekauft. Er hat die Tür blau gestrichen und fährt nach Steinmetzart Steine mit ihm herum; ganz ramponiert und zerschunden ist der alte Bulli jetzt. Es tut Christoph Göpner in der Seele weh. Aber was soll er machen?

Noch ein bisschen lieber als nach Sibirien will er mit dem Bulli in die Wüste. Wenn der Sohn sechzehn ist, dann bestimmt.

Und Göpners Collagen? Die sind zum Anschauen und Verstehen da. Nicht zum Analysieren und Erklären.
>> Schauen Sie.